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Insektenfreundliche Grünpflege – weniger Mähen und Blühinseln für Insekten schaffen

Herzliche Einladung zu diesem wichtigen Thema am

Samstag, 13. April um 14 Uhr

im OGV-Vereinsheim, Näheres Schöntal, Esingen.

Referent:  Landschaftsökologe Thomas Köberle

Naturnahe Wiesen stecken voller Leben, doch zu frühes und zu häufiges Mähen macht vielen Insekten das Leben schwer. Insektenfreundliche Wiesenpflege in Kommunen, Privatgärten und in der Landwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt.

Auf allen Etagen lassen sich hier Tiere beobachten, Schmetterlinge suchen nach Nektar und Ameisen bauen darin Erdnester. Wer aufmerksam und behutsam ist, kann schon jetzt die ersten winzigen Heuschrecken entdecken. Doch kaum sind die ersten Gräser da, werden Mäher und Mulcher ausgepackt, Löwenzähne ausgestochen und der Rasen manikürt, sagt Naturschutz-Expertin Anna Sesterhenn vom NABU Baden-Württemberg. Nicht nur in manchen Privatgärten herrsche Blütenmangel. Auch entlang von Straßen werden Grünflächen teils schon früh im Jahr weiträumig gestutzt. In der Landwirtschaft sind die ersten Traktoren mit Mähwerk unterwegs, um Silage als Kuhfutter herzustellen.

Der Klimawandel zwingt Kommunen zum Umdenken, denn es gilt, sich zugleich an Hitzeperioden und Starkregenereignisse anzupassen. Naturnahe Grünflächen bieten Lebensräume, speichern Wasser und klimaschädliches CO2 und kühlen ihre Umgebung. Grünflächen entlang von Wegen und Straßen können Insekten und anderen Tieren Nahrung und Nistplätze bieten. Leider werden viele Flächen zu früh, zu oft und zu radikal gekürzt. Dabei ist das aus Sicht des NABU gar nicht notwendig: Für eine saubere Optik und die Gewährleistung der Verkehrssicherheit reicht es, einen Streifen in der Breite eines Mähwerks direkt am Weg zu mähen, der Rest kann länger stehen bleiben, je nach Standort bis Juni oder Juli.

In Privatgärten kann man wilde Brennesselecken und Blühstreifen anlegen.
Damit es im Garten viel zu entdecken gibt, sollte der Rasenmäher jetzt noch im Schuppen bleiben. Wer spät mäht, hat nicht so viel Stress, kann den Blüten bei der Entwicklung zusehen und die Insektenvielfalt entdecken. Für die Neuanlage eines Blühstreifens sollte man gebietsheimisches Saatgut nutzen. Auch wenn sich nicht jeder nährstoffreiche Rasen schnell zum Blütenparadies entwickelt, kann allmählich ein Lebensraum für eine Vielzahl von Arten entstehen.

Intensive Landwirtschaft gefährdet eine Vielzahl an Insekten. Landwirtschaftlich genutzte Wiesen werden heute bis zu fünf Mal im Jahr gemäht und das Gras mitsamt Insekten meist in praktische Siloballen verpackt. Überdüngung aus der Luft sorgt dafür, dass die Artenvielfalt selbst in Naturschutzgebieten schwindet. Damit Wiesen-Margerite, Acker-Witwenblume oder Gewöhnliche Schafgarbe eine Wiese besiedeln können, müssen sie blühen und aussamen können. Ein später Schnitt, frühestens ab Mitte Juni, ist dafür unabdingbar. Mit einem Balkenmäher sinkt dabei das Sterberisiko für die Wiesenbewohner.

Fünf Tipps für insektenfreundliche Wiesen
• Frühestens Mitte Juni mähen und Schnittgut abräumen
• Nicht alles auf einmal, sondern in Abständen von zwei bis drei Wochen mähen
• Ränder und Säume an Wegen, Straßen, Wäldern und Bächen als Rückzugsraum erhalten
• Mindestens zwölf Zentimeter Bewuchs stehen lassen, so können Insekten überleben
• Auf Mähaufbereiter verzichten, wenn möglich Sensen oder Balkenmäher nutzen

Textauszüge nach einem Artikel von Naturschutz-Expertin Anna Sesterhenn vom NABU Baden-Württemberg.

ogv/vf

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